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Mythos 1: Die e-Zigarette ist genauso schädlich wie eine herkömmliche Tabakzigarette

Lippert und Rösch Vertriebs GmbH
2024-11-13 11:31:00 / Kommentare 0

„Dampfen ist genauso schlecht für meine Gesundheit wie eine herkömmliche Tabakzigarette!" – dieser Mythos hält sich hartnäckig. Ein Blick auf den Unterschied zwischen Verbrennung und Verdampfung und auf die Einschätzungen wissenschaftlicher Fachgremien zeigt, warum diese Gleichsetzung nicht haltbar ist.

Verbrennung vs. Verdampfung – der entscheidende Unterschied

Beim Rauchen entstehen durch den Verbrennungsvorgang von Tabakblättern klebrige Partikel sowie heiße, giftige Gase, die beim Inhalieren den Körper schädigen. Der große Unterschied beim Dampfen: Es entsteht kein Rauch, da kein organisches Material verbrannt wird. Bei der E-Zigarette wird eine Flüssigkeit – gegebenenfalls mit Nikotin – lediglich erwärmt und verdampft. Die Wissenschaft analysiert den dabei entstehenden Dampf seit Jahren; systematische Übersichtsarbeiten wie die von Burstyn (2014, BMC Public Health) kommen zu dem Ergebnis, dass die Schadstoffbelastung deutlich unter der von Tabakrauch liegt.

Was ist in den Liquids enthalten?

In Europa verbietet die Tabakproduktrichtlinie (TPD, Richtlinie 2014/40/EU), dass krebserregende, erbgutverändernde oder fortpflanzungsgefährdende Stoffe in Liquids enthalten sind. Alle Liquids müssen zudem analysiert und bei der EU registriert werden. Die Basis der Liquids besteht aus Glycerin (VG), Propylenglykol (PG) und gegebenenfalls Nikotin in pharmazeutischer Qualität; hinzu kommen Aromastoffe, die für den Lebensmittelbereich zugelassen sind.

Zur Einordnung: Im Rauch einer Tabakzigarette sind mehr als 4.800 Verbindungen nachgewiesen, rund 70 davon gelten als krebserregend. Ein E-Zigaretten-Liquid besteht dagegen aus einer Handvoll Grundbestandteilen, von denen keiner als krebserregend eingestuft ist.

Wie schätzen Fachgremien das Risiko ein?

Die US-amerikanischen National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine bezeichnen E-Zigaretten als „wahrscheinlich weitaus weniger schädlich" als Tabakzigaretten. Das britische Royal College of Physicians schreibt in seinem Bericht „Nicotine without smoke" (2016): „Die langfristigen Risiken im Zusammenhang mit der E-Zigarette werden wahrscheinlich 5 % der mit gerauchten Tabakprodukten verbundenen Risiken nicht übersteigen und können durchaus noch deutlich darunter liegen." Analysen der beim Dampfen entstehenden Aerosole zeigen zudem, dass die gemessenen Werte weit unter den Grenzwerten liegen, die etwa für Arbeitsplätze gelten.

Referenzen


Über den Autor: Kevin Lippert ist Gründer von e-Rauchershop und seit 2010 in der Dampfer-Szene aktiv. Mit seinem Team berät er in drei fränkischen Fachgeschäften täglich Umsteiger und erfahrene Dampfer.

Zuletzt inhaltlich geprüft: Juli 2026. Dieser Beitrag fasst die zitierten Studien und Stellungnahmen zusammen und ersetzt keine medizinische Beratung.